LV Saarland - Tipps und Neues

Tipps und Neues

Neues Urteil

Pinnwand

19.12.2008

Steuerwirkung

Das Finanzamt ist eine Institution, die bewirkt hat, daß Reisende nicht mehr ihre Sekretärin als Ehefrau, sondern ihre Ehefrau als Sekretärin ausgeben.

10.06.2008

Sponsor

Der Sponsor ist ein Mensch oder eine Firma, der/die andere Menschen oder Einrichtungen mittels Geld, Dienst- oder Sachleistungen fördert, in der Hoffnung, im Gegenzug dafür etwas zu erhalten, das die eigenen Marketingziele fördert.

Beim Versandhandel oder der Großbrauerei soll durch Sponsoring der Absatz gefördert werden. Wenn Politiker etwas sponsern, verfolgen auch sie Marketingziele. Nämlich Popularität steigernde PR-Effekte. Je mehr Sponsoring, desto mehr Wähler, hofft man.

So sonnt sich der sponsernde Politiker gerne im Licht der TV-Scheinwerfer, wenn verkündet wird, mit wie viel Geld ein neues Stadion oder die hochmoderne Rennstrecke gefördert wird. Einziger Unterschied der Politsponsoren zu denen aus der Wirtschaft ist der Umstand, dass letztere erst einmal Geld verdienen müssen, bevor sie es in ihre Marketingaktionen stecken.

Politiker, die das Füllhorn ihrer staatsmännischen Großzügigkeit ausschütten, langen ungeniert in den Geldsäckel der Steuerbürger. Hier fallen also Geber und Zahler auseinander. PR-Feldzüge auf Kosten Dritter. Deshalb haben alle Steuerzahler auch einen Ehrentitel verdient: Offizieller Sponsor des Finanzministers, sollte jeder Bürger als Aufkleber tragen können. Meint

07.04.2008

Pawlow, Politik und Plattitüden

In der Politik gibt es den Pawlowschen Effekt der Plattitüden. Findet ein schlagzeilenträchtiges Ereignis statt, meldet sich umgehend die Politik und gibt Plattitüden zum Besten.

Jüngstes Beispiel für den Plattitüdeneffekt (laut Definition geistlose Plattheiten) ist die Aufgeregtheit um Steuerhinterziehung via Liechtenstein: Kurt Beck wie Günther Oettinger verlangen härtere Strafen für Steuerhinterzieher. Dabei erhält heute nicht ein Steuerhinterzieher auch nur annähernd die derzeit mögliche Höchststrafe von zehn Jahren. Weshalb dann höhere Strafen ?

Stets das Minimum an politischer Forderung ist, von den Behörden unnachgiebige Anwendung der Gesetze zu verlangen. Brutaltsmögliche Bestrafung oder pure Selbstverständlichkeit?

So hat Schiller (Friedrich, nicht Karl) Recht, wenn er sagt: Der Komödiendichter, dessen Genie sich am meisten von dem Wirklichen nährt, ist am meisten der Plattheit ausgesetzt.

11.03.2008

Steueraphorismus 1

Die Gelehrten sagen: Die Welt wird immer komplizierter.
Ich glaube aber nicht, daß sie jemals mit dem deutschen
Steuerrecht gleichziehen kann.


(Jürgen Beuerle)

30.11.2006

Mehrwert

Ist die Mehrwertsteuer ein Mehrschatz?

Nun steht sie also bevor, die Erhöhung der Mehrwertsteuer. Ihre Schöpfer könnten sie, die Steuer, nicht die Erhöhung, auch Mehrwertschatz nennen. In grauer Vorzeit bedeutete Schatz nämlich auch Steuer. Mehr Schatz wäre danach mehr Steuer, nicht nur mehr Mehrwertsteuer. Aber von Mehrschatz spricht niemand. Bedeutete doch Mehrschatz früher Wucher. Nachzulesen bei den Gebrüdern Grimm. Im Deutschen Wörterbuch, nicht in den Grimmschen Märchen.

Aber Steuern und Wucher, Märchen und Unehrlichkeit liegen wohl immer nahe beieinander, wie das nachfolgende Zitat belegt: "Viel Ehrlichkeit kann ich da nicht erkennen, denn man hat gesagt, man wolle Steuersenkungspartei sein und der erste Schritt ist Steuererhöhung. Eine Steuererhöhung, die am Ende bedeutet, dass der Normalbürger, der Durchschnittsbürger, die Zeche bezahlt."
Fundort ist weder das Grimmsche Wörterbuch noch ihre Märchensammlung. Nicht mal das Märchen Nummer 10 mit dem Titel "Das Lumpengesindel". Das Zitat stammt von Kurt Beck vom Juli letzten Jahres.
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