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Bruttoinlandsprodukt des Saarlandes 2007 real um 2,3 Prozent gestiegen

Die saarländische Wirtschaft ist im vergangenen Jahr weiter gewachsen. Wie das Statistische Amt mitteilt, wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) als Maßstab der gesamtwirtschaftlichen Leistung des Saarlandes für das Jahr 2007 auf 29,9 Milliarden Euro veranschlagt. Dies bedeutet gegenüber dem Jahr 2006 eine nominale Steigerung von 4,6 Prozent. Preisbereinigt ergibt sich ein reales Wirtschaftswachstum von 2,3 Prozent.
Damit verlief die Konjunktur im Saarland nominal zwar etwas besser als in den meisten anderen Bundesländern, real blieb sie aber unter dem Bundesdurchschnitt. In ganz Deutschland wuchs die Wirtschaft nominal um 4,3 Prozent, real um 2,5 Prozent.

Dies sind erste vorläufige Ergebnisse nach Auswertung der aktuellen Wirtschaftsstatistiken durch den Arbeitskreis ”Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder”, dem alle Statistischen Landesämter angehören. Bei dieser Schnellrechnung werden die Konjunkturdaten der ersten zehn Monate auf den vollen Jahreszeitraum hochgerechnet.
Die saarländische Wirtschaft hatte nach den Wachstumserfolgen der Jahre 2004 und 2005 und der leichten Abkühlung 2006 rasch wieder Tritt fassen können. Hauptakteure der positiven Wirt-schaftsentwicklung 2007 waren erneut die großen Stützen der Saarindustrie, allen voran die Me-tallbranche und der Maschinenbau. Aber auch die übrigen Zweige des Verarbeitenden Gewerbes präsentierten sich durchweg in robuster Verfassung. So sind von Januar bis Oktober 2007 im Saarland die Umsätze in der Metallerzeugung und bearbeitung um 15,3 Prozent gestiegen, bei der Herstellung von Metallerzeugnissen um 13,0 Prozent. Der Maschinenbau verbesserte seine Erlöse ebenfalls um 13,0 Prozent. Der Fahrzeugbau als größter Industriezweig im Lande blieb mit einem leichten Umsatzplus von 2,1 Prozent bisher noch hinter den Erwartungen zurück. Diese Schlüsselbranchen erbringen über drei Viertel der industriellen Umsätze und stellen fast zwei Drit-tel der Arbeitsplätze im Verarbeitenden Gewerbe.

Bundesweit haben sich die genannten Industriezweige zum Teil besser, zum Teil aber auch ungünstiger entwickelt: Metallerzeugung und bearbeitung + 13,8 Prozent, Herstellung von Metaller-zeugnissen + 13,0 Prozent, Maschinenbau + 15,3 Prozent, Fahrzeugbau + 8,3 Prozent.
Bemerkenswert ist, dass die inländische Nachfrage nach Industriegütern im Saarland erstmals seit Jahren wieder stärker gewachsen ist (+ 9,1 %) als der Auslandsumsatz (+ 7,8 %). Dabei bleibt die saarländische Wirtschaft in hohem Maße exportorientiert, denn wertmäßig wird fast die Hälfte der Industrieproduktion jenseits der Bundesgrenze abgesetzt.
An der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung des Saarlandes hat das Verarbeitende Gewerbe einen Anteil von 28,3 Prozent. Davon entfallen allein 21,4 Prozentpunkte auf die genannten Industriezweige. Die bundesdurchschnittlichen Vergleichszahlen hierzu liegen bei 22,6 Prozent bzw. 10,0 Prozentpunkten.

In den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen führten diese Ergebnisse zu einer Steigerung der Bruttowertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe des Saarlandes um nominal 7,8 Prozent (bundesweit 7,0 %) und preisbereinigt 5,7 Prozent (bundesweit 6,2 %). Wegen des im Bundesvergleich hohen Anteils der Industrie an der Gesamtwirtschaft des Saarlandes gab es damit entsprechend starke Wachstumsimpulse aus dem Verarbeitenden Gewerbe.

Außerhalb des Verarbeitenden Gewerbes entwickelte sich die saarländische Wirtschaft eher uneinheitlich. Während der Energiesektor von der hohen Industrienachfrage profitierte, blickte das Baugewerbe nach einer kurzzeitigen Erholungsphase zum Jahresausklang wieder sorgenvoll in die Zukunft. Handel und Gastgewerbe blieben weiterhin hinter den Erwartungen zurück, und auch bei den Dienstleistungsbranchen waren insgesamt nur schwache Antriebskräfte zu verspüren.


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